Geschichte der Ledergürtel

Sollte Sie Ihren Gürtel ausschließlich dazu benutzen, die Hosen zu halten, oder Sie planen damit den Keilriemen Ihres Automobils zu ersetzen, ist das jetzt die Gelegenheit auszusteigen und die Seite zu verlassen. Danke für Ihren Besuch, leider ist das der falsche Ort für Sie.

Sollten Sie Ihren Leder - oder Stoffgürtel hingegen als unbedingtes Accessoire zur stilvollen Garderobe betrachten, kann es bedenkenlos weitergehen. Herzlichen Glückwunsch, wir verstehen uns.

Der Ledergürtel!

Oftmals sträflich vernachlässigt, fristet er ein Schattendasein in vielen Männergarderoben. Dabei ist es gar nicht so schwer, einen guten Ledergürtel zu finden, den ersten Schritt haben sie ja schon vollzogen, Sie haben mich besucht. Aber zurück zum Anfang, dort wo alles begann.

Funde aus der Bronzezeit belegen erste Gürtel aus Kettengliedern, die mittels Haken verschlossen wurden. Unsere italienischen Freunde, die Römer, gelten gemeinhin als die Erfinder der Gürtelschnalle, was einen großen Schritt in der Gürtelevolution bedeutete.
In vielen Kulturen war der Gürtel Zeichen der Jungfräulichkeit. Nach der griechischen Mythologie verlieh ein Gürtel der Göttin Aphrodite ihren Liebreiz. Das Mittelalter wiederum definierte den Gürtel als Symbol für Kraft, Herrschaft und ehelich Treue.

Zum Thema eheliche Treue fällt mir spontan eher der Keuschheitsgürtel ein, das ist aber eine andere Geschichte. Die Herrn und Adeligen nutzen in jenen Zeiten Ihre schweren Gürtel gerne auch als Wehrgehänge, zur Aufnahme des Schwertes. Welches das eine oder andere Mal recht locker saß, zum Leidwesen der Bauern und Knechte.
Im Gegensatz zu heutigen Gepflogenheiten trugen die Menschen des "Medium Aevumn" Gürtel zweimal geschwungen um den Leib, je nach Brieftasche oder Geldbeutel, reich verziert mit Gold und Edelsteinen. Böse Zungen behaupten, manch Dame der russischen Oberschicht kopiert auch heute noch hemmungslos die opulent verzierten Gürtel mittelalterlicher Adelsdamen. Geschmack ist ja bekanntlich aber Geschmackssache.
Der Gürtel entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte vom Mittel zum Zweck hin zum modischen Accessoire, verschwand zeitweise aus der Garderobe, wurde unter der Garderobe getragen und zu guter Letzt vom Hosenträger abgelöst.

Um 1890 endet dann die Ära der Hosenträger und Gürtel, insbesondere Ledergürtel, gehören seitdem zu jeder guten Männergarderobe. Die meistgenutzte Form der Gürtelschnalle ist heute die Dornschnalle, welche in mannigfachen Ausführungen zu finden ist.

Moderne Herrengürtel bestehen vorwiegend aus Leder oder Kunstleder, hochwertigere Gürtelmodelle werden aus Premium Rind- und Pferdeleder und in Handarbeit hergestellt. Gute Gürtelmacher legen Wert auf sorgfältige Auswahl der Materialien und handwerkliche Perfektion. Unter diesem Aspekt habe ich ebenfalls unsere Lieferanten und Produkte ausgewählt. Soweit meine kleine Exkursion in die Geschichte der Ledergürtel.

Es gibt einige wenige Dinge die man(n) beachten sollte, bei der Auswahl des passenden Gürtels. Ist gar nicht schwer. Tut nicht weh!

Der Ledergürtel und Ihre Schuhe - der passende Farbton
Die Farbe des Gürtels sollte mit der Farbe des Schuhs harmonieren, Disharmonie fällt hier direkt ins Auge.

Der hochwertige Ledergürtel aus Vollleder
Billige Gürtel weisen schon nach kürzester Zeit Abnutzungsspuren auf, werden unansehnlich und eignen sich nur noch für den Abfall. Kein wirklich schöner Anblick.

Ihr Ledergürtel und die passende Länge
Meine Herren, es hebe jeder die virtuelle Hand, der noch keinen Mitmenschen getroffen hat, dem das Ende seines Gürtels fast bis zum Rückgrat reichte. Ideal wäre Dorn im mittleren Loch des Gürtels (bei 5 Löchern) und Schnalle mittig. Sitzt, paßt, wackelt und hat Luft.

Ihr Ledergürtel möchte gepflegt werden.
Auch ein Gürtel benötigt ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, wie im wahren Leben. Im Zweifelsfall fragen Sie mich oder Ihre Frau!


Am Ende bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich über Ihre Anregungen und Anekdoten zum Thema Leder- und Herrengürtel.

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